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Bundesverband Wärmepumpe: 2018 war neues Rekordjahr

Wärmepumpen-Trend setzt sich weiter fort
Wie der bwp kürzlich bekannt gab, stiegen die Absatzzahlen für Wärmepumpen im Vorjahr erneut an. Insgesamt verkauften die Hersteller 84.000 Heizgeräte. Den größten Zuwachs erfuhren Luftwärmepumpen: Ihr Absatz wuchs um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage nach Grundwasser- und Erdwärmepumpen blieb unterdessen stabil. Mit 23.000 Geräten stiegen die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Prozent an. Mit einem Zuwachs von 11 Prozent und 15.000 verkauften Geräten profitierten auch Warmwasserwärmepumpen vom Aufwind in der Branche. Durch sie stieg der Gesamt-Absatz auf 99.000 Stück.

Aktuelle Energiepreise lassen Potentiale ungenutzt
Für das Jahr 2019 rechnen die Experten des bwp mit einer stabilen Entwicklung und viel Luft nach oben. Große Potenziale bleiben dabei vor allem durch die aktuellen Energiepreise ungenutzt. Denn teurer Strom und günstige fossile Energieträger schaffen zu wenig Anreize, um auch im Bestand auf die effiziente Heiztechnik zu setzen. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Erreichen der Klimaschutzziele in der Politik keine Priorität hat, berichtet bwp-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel. Dass der Wärmepumpen-Trend wichtig für die Energiewende ist, belegen jedoch Untersuchungen von AGORA Energiewende, BDI und dena. Demnach soll der heutige Bestand von etwa 880.000 installierten Heizgeräten bis 2030 auf etwa acht Millionen ansteigen.

Unwissen bei Verbrauchern hindert am Umstieg
Während der aktuelle Trend auch auf die Neubauanforderungen der EnEV zurückzuführen ist, zeigt sich im Bestand ein anderes Bild. Denn hier steigen durch niedrige Gas- und Ölpreise nur wenige auf die Umweltheizung um. Ein weiterer Grund: Große Teile der Bevölkerung glauben, dass es sich bei den Anlagen nicht um vollwertige Heizgeräte handele. Das Unwissen in Bezug auf Wärmepumpen ist hoch und hindert viele am Umstieg.

Auch im Altbau spielen Wärmepumpen ihre Stärken aus
Wärmepumpenheizungen setzen auf kostenfreie Energie, die in der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser gespeichert ist. Sie funktionieren wie eine Art umgekehrter Kühlschrank und sind vor allem im Neubau besonders effizient. Aber auch im Altbau spricht oft nichts gegen den Einbau der modernen Anlagen. Hier arbeiten sie aber nur dann sparsam, wenn sich das Haus durch große Heizkörper oder Flächenheizsysteme auch mit geringen Vorlauftemperaturen beheizen lässt.

Hybride Heizsysteme: Wärmepumpe und Kessel in Kombination
Wer unsicher ist, kann auch den Gas- oder Ölkessel mit einer Wärmepumpe ergänzen. Diese heizt dann über weite Teile des Jahres günstig und umweltfreundlich, während der Kessel nur noch an knackig kalten Tagen anspringt. Das schont die Heizkosten und sorgt zusätzlich für Sicherheit.

Günstig, sauber und langlebig: Die Vorteile einer Wärmepumpe
Egal ob Neubau oder Sanierung: Wer sich für eine Wärmepumpenheizung entscheidet, hat viele Vorteile. Ganz vorn steht die Effizienz der Geräte. Mit einer Kilowattstunde Strom holt man bis zu vier Kilowattstunden kostenfreie Umweltwärme ins Haus. Neben den Energiekosten sinken dabei auch die Emissionen. Die Heizgeräte entlasten die Umwelt, schonen fossile Ressourcen und gelten als besonders sicher. Ein weiterer Vorteil: Ohne Schornstein entfällt auch der regelmäßige Besuch des Schornsteinfegers.

Hohe staatliche Fördermittel bei Neubau und Sanierung
Das BAFA vergibt hohe Zuschüsse für Wärmepumpen bei Neubau und Sanierung. Zumindest dann, wenn die Effizienz gemessen an der Jahresarbeitszahl ausreichend hoch ist. Wer sich für die Technik interessiert, bekommt mindestens 1.300 Euro für Luftwärmepumpen. Sole- und Grundwassersysteme werden hingegen mit mindestens 4.000 Euro bezuschusst. 
Mit freundlicher Genehmigung von Effizienzhaus-online.de
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